Stiftung Lebensraum Thüringen e.V. - Verband für Landschaftspflege und Naturschutz -
Stiftung Lebensraum Thüringen e.V.- Verband für Landschaftspflege und Naturschutz - 

Beratung Bejagungsschneisen

© A. Weiß Großfahner

Die Stiftung Lebensraum Thüringen e.V. (SLT) setzt seit dem 01.09.19 im Rahmen der Projektarbeiten des Schwarzwildkompetenzzentrums Thüringen (SKT), ein Projekt zur „Vermehrten Anlage und Förderung von Bejagungsschneisen“ um. Ziel ist eine Intensivierung der Schwarzwildbejagung in der Feldflur, mit der Konsequenz zur lokalen Bestandsreduktion als ein Mittel der Seuchenprophylaxe. In der Vegetationszeit ist es kaum einem aktiven Schwarzwildjäger derzeit möglich, den lokalen Sauenbestand ausreichend an/in den großen, geschlossenen Mais- und Rapsschlägen zu bejagen, da oft nur wenige Schlagunterbrechungen (Feldwege, Fruchtartenwechsel, Bachläufe etc.) vorhanden sind, die optimale Bejagungsmöglichkeiten (Ansprechen Sicher Schuss) schaffen. Selbst an diesen Schlagunterbrechungen wechselt das Schwarzwild meist nicht vertraut oder kommt gänzlich nicht in Anblick. Deshalb müssen perspektivisch bessere Bejagungsmöglichkeiten wie Bejagungsschneisen im Mais und Raps geschaffen und genutzt werden. Deshalb soll Schwerpunkt des Projektes sein, Jagdausübungsberechtigte, Landwirte und Grundeigentümer (Akteure) zusammenzuführen und gemeinsam in den jeweiligen Jagdbezirken individuelle Konzepte zur Etablierung von Bejagungsschneisen in Mais- sowie Rapsschlägen zu gestalten. Hierzu wird die SLT beratend tätig, indem sie die Akteure zusammenführt und unter Berücksichtigung der verschiedenen Interessenlagen sowie Verpflichtungen verschiedene Ausführungen von Bejagungsschneisen diskutiert und per gestaffelter „Flächenaufwandspauschale“ dem jeweilig zuständigen Landwirtschaftsbetrieb je Hektar fördert! Je nach Art und Flächenumfang der Bejagungsschneise wird die Gesamtförderhöhe je Betrieb definiert, welche per Vereinbarung/Vertrag zwischen Betrieb und der SLT schriftlich fixiert und nach Prüfung beim zuständigen Agrarförderzentrum ausgezahlt wird. Voraussetzung hierfür ist der Ausschluss von Doppelförderung (z.B. KULAP) bzw. die Interaktion mit anderen förderrelevanten Maßnahmen, die von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich sein können. Weiterhin soll mit den örtlichen Betrieb und Jagdausübungsberechtigten besprochen werden, welcher Standort für die Bejagungsschneise im Mais gewählt wird und ob diese mit einer gesonderten Kultur (z.B. Sommergerste, Hafer etc.) bestellt werden soll oder nicht. Auch im Raps ist diese Variante bei diesjähriger Vorplanung möglich, sinnvoller ist hier jedoch das streifenförmige Mulchen der blühenden Rapsschläge. Auch hierfür werden Fördermittel bereitgestellt (in 2020). Landwirtschaftsbetriebe die keine Ausgleichszulage (AGZ) erhalten, können bereits seit März 2018 zur vereinfachten Beantragung /Meldung der Bejagungsschneisen und der umliegenden Kultur, einen Mischcode („Silo- oder Körnermais mit Bejagungsschneise“) im Sammelantrag (Flächen- und Nutzungsnachweis) nutzen. Dieser wird leider bislang unzureichend genutzt und soll ebenfalls Bestandteil der Beratung sein. Wir bieten Ihnen dieses umfangreiche Beratungsangebot an. Nutzen Sie es und nehmen Sie (ggf. nach erster Rücksprache mit Betrieb und/oder Jagdausübungsberechtigten) Kontakt mit uns auf!

Lassen Sie uns gemeinsam die Bejagung des Schwarzwildes in der Feldflur intensivieren und für die Zukunft Kooperationen unter den Landnutzern schaffen, die beispielgebend für intensive, vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit sein soll. Wir freuen uns darauf!

In diesem Sinne viel Erfolg und Weidmannsheil!

 

 

© H. Hoyer Achelstädt

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