Stiftung Lebensraum Thüringen e.V. - Verband für Landschaftspflege und Naturschutz -
Stiftung Lebensraum Thüringen e.V.- Verband für Landschaftspflege und Naturschutz - 

Empfehlungen

B I.I – ein- bis mehrjährige Begrünung zur Förderung von Lebensräumen einer artenreichen Feldflur, für das Niederwild, speziell Rebhuhnlebensraum und attraktiv als Bienenweide

weites Blühspektrum, Bienenweide Frühjahrssaat; insbesondere gründige Löss- und Lösslehm sowie Keuperböden, durch den Mischungsanteil von mehrjährigen Leguminosen kann diese Mischung auch mehrjährig genutzt werden, erforderlichenfalls sollte eine Nachsaat/Einsaat in den Folgejahren erfolgen. Empfohlene Saatstärke 10 kg/ha. Aussaat erst nach Frühjahrsspätfrösten.

 

B II – einjährige Begrünung Schwarzwildgemenge/ Feldhamsterschutz zur Schaffung von Wildlebensräumen, insbesondere für potentielle Feldhamsterflächen und entlang der Feld-Waldgrenze, auf Rodungsinseln sowie Wildäcker im Wald;

zur Verhütung von Wildschäden durch Schwarzwild auf angrenzenden landwirtschaftlichen Kulturflächen, gründige Löss- und Lösslehm- sowie Keuperböden, Verwitterungsböden; frische Vor- und Mittelgebirgsstandorte. Empfohlene Saatstärke 77 kg/ha. Frühjahrsansaat, Anwalzen zu empfehlen.

 

B III - überjährige bzw. zweijährige Begrünung/ Winter- und Frühjahrsäsung insbesondere zum Erosionsschutz auf stärker geneigten Flächen, in Waldkomplexen zur Verbesserung des Äsungsangebots für Rot-, Dam-, Muffel- und Rehwild und Verringerung von Verbissschäden;

auf Windbruchflächen, auf Kahlschlägen in Folge Borkenkäferbefall kann auch Waldstaudenroggen in Reinsaat breitwürfig ausgebracht werden.; Keuper- und Muschelkalkverwitterungsstandorte, auch mit Löss, geringe Standortansprüche. Empfohlene Saatstärke 58 kg/ha. Aussaat ab Mitte Mai bis September, flache Aussaat.

 

B IV - mehrjährige Begrünung/ Schalenwildlebensraum Aue und Wald zur Äsungsverbesserung für Schalenwildarten, für Uferrand von Gewässern und feuchten Auenstandorten; Frühjahrsansaat; Gräserbeimischung zur Förderung des Erosionsschutzes möglich, dann sollte die Aussaatstärke entsprechend angepasst werden. Empfohlene Saatstärke 10 kg/ha. Frühjahrsansaat, fein abgesetztes Saatbett, Anwalzen vorteilhaft. Nachsaaten ab dem 3. Standjahr zu empfehlen.

 

B V - mehrjährige Begrünung/Schalenwildlebensraum Offenland

und Trockenstandorte zur Äsungsverbesserung für Schalenwildarten, Mischung mit weitem Blühspektrum;

sommertrockene Keuper- und Muschelkalkverwitterungsstandorte, auch mit Löss sowie lehmige Sandböden; Gräserbeimischung auf erosionsgefährdeten Standorten möglich bei angepasster Saatstärke. Empfohlene Saatstärke 10 kg/ha. Frühjahrsansaat, fein abgesetztes Saatbett, Anwalzen vorteilhaft. Nachsaaten ab dem 3. Standjahr zu empfehlen.

 

B VI – mehrjährige artenreiche Blühmischung (Veitshöchheimer Bienenweide) für Rebhuhnkulissen und als Bienenweide mit breitem Artenspektrum;

Beinhaltet 50 Mischungspartner, ein- und zweijährige Wildkräuterpflanzen. Geeignet für stillgelegte Ackerflächen / Ackerbrachen, Wegraine, Ackerränder, Schutzstreifen, Ausgleichsflächen. Empfohlene Saatstärke 10 kg/ha. Frühjahrsansaat, fein abgesetztes Saatbett, Anwalzen vorteilhaft. Nachsaaten ab dem 3. Standjahr zu empfehlen.

 

*) Aussaatmenge: die jeweilige Aussaatmenge kann entsprechend den Standortbedingungen variieren; auf besseren (Acker-) Standorten sollte die empfohlene Saatmenge halbiert, bei ungünstigen Bodenverhältnissen, z.B. Holzplätze, Leitungstrassen u.a., 20% zugeschlagen werden. Diese Mischungsempfehlungen wurden gemeinsam mit der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft erarbeitet.

 

Wir beraten Sie gern. Bitte nutzen Sie die Möglichkeit der Lebensraumverbesserung und helfen Sie mit beim kleinräumigen Biotopverbund.

 

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